Gelöster Sauerstoff im Heizungswasser

Messung des gelösten Sauerstoffs im Heizungswasser

Sauerstoffmessung Heizungswasser
Messung der Sauerstoffkonzentration im Heizungswasser im In-Line Verfahren.

In-Line Messung des gelösten Sauerstoffs, direkt im Anlagenwasser - unser Service für exakte Heizungswasseranalysen.

Der Sauerstoff im Heizungswasser ist einer der kritischsten Parameter, da der Sauerstoffgehalt in der Heizung doch die wichtigste Grundlage für die Auswahl der korrekten Fahrweise darstellt. Ob eine Heizungsanlage in der salzhaltigen Fahrweise oder der salzarmen Fahrweise gemäß VDI 2035 betrieben werden muss, ist ausschließlich von dem im Heizungswasser gelösten Sauerstoff abhängig.

Auch zur Abklärung von Schadensfällen ist der Sauerstoffgehalt im Heizungswasser ein wichtiger Wert auf den ein starkes Augenmerk gelegt werden sollte.

Der im Heizungswasser gelöste Sauerstoff ist jedoch sehr schwierig zu messen. Der Gehalt an Sauerstoff in Heizungswasser unterliegt großen Schwankungen und ist leicht veränderlich.

Die erste Herausforderung bei der Messung von gelöstem Sauerstoff im Heizungswasser ist die Auswahl der korrekten Messung. Da es sich bei einer Heizungsanlage um einen temperierten unter Druck stehenden geschlossenen Kreislauf handelt, kann zur Sauerstoffmessung nicht auf herkömmlichen Wege eine Wasserprobe entnommen werden und in dieser mit einem Sauerstoffmessgerät der Sauerstoffgehalt gemessen werden. Sobald das Heizungswasser in den Probebehälter gelangt, sich die Druckverhältnisse ändern und das Wasser in Kontakt mit der Umgebungsluft kommt, ist der Messwert nicht mehr repräsentativ für den tatsächlichen Sauerstoffgehalt in der Heizungsanlage.

Eine korrekte Sauerstoffmessung in der Heizung kann nur mit dem sogenannten In-Line Verfahren durchgeführt werden. Hierbei wird eine Messstrecke in einen Bypass der Anlage aufgebaut und von Heizungswasser durchströmt. Die Messung des gelösten Sauerstoffs erfolgt dann während des laufenden Anlagenbetriebes, direkt im zirkulierenden Heizungswasser.

Die zweite Herausforderung besteht in der Auswahl des geeigneten Messgerätes und der geeigneten Elektrode zur Messung des Sauerstoffs in der Heizung. Die Elektrode muss  temperaturbeständig sein und über einen hochfeinen Messbereich verfügen, der auch Spuren von gelöstem Sauerstoff im Bereich von <0,02 mg/l nachweisen kann. Die Abbildung dieser kleinen Messwerte ist ein gemäß VDI 2035 notwendiges Entscheidungskriterium.

Eine weitere Herausforderung liegt in der Veränderlichkeit des Sauerstoffgehaltes in der Heizungsanlage. Je nach Ort der Sauerstoffmessung wird ein anderer Sauerstoffgehalt in der Heizung messbar sein. Darüber sind die zum Zeitpunkt der Sauerstoffmessung vorhandenen Betriebsvariablen der Heizungsanlage entscheidend für den Sauerstoffgehalt in der Heizung.

Die Messung des gelösten Sauerstoffgehaltes in der Anlage gibt zwar eine wichtige Auskunft, ist jedoch stets nur eine Momentaufnahme der zum Zeitpunkt der Messung vorhandenen Sauerstoffkonzentration in der Heizung.

Wir führen für Sie Messungen des gelösten Sauerstoffs im Heizungswasser unter Nutzung des In-Line Verfahrens durch. Unsere hochpräzise prozessorgesteuerte Messvorrichtung aus der Prozesstechnik erlaubt die Messung von geringsten Sauerstoffkonzentrationen <0,002 mg/l.

Vor der Sauerstoffmessung im Heizungswasser vor Ort stellen wir mit Ihnen einen Kriterienkatalog auf, in dem das genaue Anforderungsprofil und sinnvolle Messpunkte festgelegt werden. So erhalten Sie im Resultat eine Auswertung, die den durchschnittlichen Sauerstoffgehalt in der Heizung zum Zeitpunkt der Messung wiedergibt und Ihnen als Beurteilungsgrundlage im Schadensfall oder zur Auswahl der korrekten Anlagenfahrweise bietet.