Verschlammte Heizung spülen

Rost Heizung, Korrosionsschutz Heizung
Die Heizung verschlammt durch Korrosion der Metalle (Rost) in der Heizungsanlage aufgrund Sauerstoff und aggressives Wasser sowie durch das Ausfallen von Härtebildnern (Kalkstein) und anderen Salzen.

Einfache Sanierung verschlammter Heizungen

...wenn die Heizung nicht mehr warm wird

Ist Ihre Heizung verschlammt? Gehen Sie auf Nummer sicher und setzen Sie auf bewährte Abläufe, um die Verschlammung zu beseitigen und die erneute Verschlammung der Heizung zu verhindern.

  1. Wasseranalyse – Klären Sie durch eine Analyse des Heizungswassers und des Heizungsfüllwassers, warum Ihre Heizung verschlammt ist.
  2. Sanierungsplan festlegen – Das Wissen um die Ursache der verschlammten Heizung ist die Grundlage für die Erstellung des richtigen Sanierungsablaufes und schützt vor möglichen Fehlinvestitionen.
  3. Sanierung – Ein einfaches Spülen der Heizung zur Beseitigung der Verschlammungen in der Heizung reicht meist nicht aus. Ofmals ist eine Vorbehandlung mit einem Dispergiermittel sinnvoll oder auch der Austausch ungeeigneter Werkstoffe (z.B. verzinkte Armaturen) notwendig.
  4. Vorbeugen – Nach dem Beseitigen der Verschlammung in der Heizung muss diese vor erneuter Verschlammung geschützt werden. Das richtige Füllwasser für Heizungsanlagen und ein vorbeugender Korrosionsschutz sind sinnvoll zum Wert- und Effizienzerhalt der Heizung.

Warum verschlammt die Heizung?

Rost Heizkörper
Die vom Heizungswasser mitgetragenen Rostschlämme lagern sich z.B. in Heizkörpern, Radiatoren oder Fußbodenheizkreisen ab. Mit der Zeit führen Ablagerungen und Schlämme zu verschlechterter Wärmeübertragung.

Die Verschlammung von Heizungen wird durch Korrosionsvorgängen an den Metallen in der Heizung und durch Härtesalze hervorgerufen. Sobald das Heizungswasser eine erhöhte Leitfähigkeit aufweist und Sauerstoff in die Heizung eindringt, kommt es zur Korrosion – also zum Rosten der Heizung von innen. Das Eindringen von Sauerstoff in die Heizung ist nichts außergewöhnliches. Sauerstoff kann in die Heizung durch Dichtungen, Regelventile, Pumpen, Ausdehnungsgefäße und durch Kunststoffrohre der Fußbodenheizung gelangen. Wenn Sauerstoff konstant in die Heizung eindringt, kommt es früher oder später zu Verschlammung von Heizkreisen oder Radiatoren. Die Verschlammung der Heizkreise ist eine Ansammlung von Rost und Korrosionsprodukten, die zuerst vom Heizungswasser mitgetragen werden und sich dann an schlechter durchströmten Stellen in der Heizung absetzen. Auch Kalkablagerungen können zum Verschlammen der Heizung beitragen. Da Rostschlämme jedoch zu einem großen Teil auf Magnetismus ansprechen, lagern sich diese vorzugsweise dort ab, wo mit elektronischen Steuerungen gearbeitet wird - daher werden Pumpen und andere elektronisch gesteuerten Regelorgane sowie Ventile von Rost in der Heizung schnell in Mitleidenschaft gezogen.

Wenn man feststellt, dass die Regelventile am Heizkörper nicht mehr richtig funktionieren oder der Radiator zum Beispiel oben und an einer Seite warm ist, an der anderen Seite jedoch kalt, dann kann man davon ausgehen, dass die Heizung verschlammt ist. Wenn Heizkreise der Fußbodenheizung verschlammt sind, ist dies ebenfalls einfach festzustellen – bestimmte Bereiche auf dem Fußboden werden nicht warm, während andere normal die Wärme übertragen.

Die Beseitigung von Verschlammung in der Heizung erfordert Vorsicht. Einfaches Durchspülen der Heizung mit Leitungswasser kann zum Verdichten der Verschlammung führen. Weiterhin können Verschlammungen auch einfach nur in andere Radiatoren oder Heizkreise verschoben werden.

Zur erfolgreichen Sanierung einer Heizung von Verschlammungen gehörte eine effektive Maßnahme um die Rostschlämme aus der Heizung zu beseitigen und danach eine Vorsorge, die eine erneute Verschlammung verhindert. Geht die Korrosion in der Heizung nach Beseitigung der Verschlammung weiter, ist nicht nur eine erneute Verschlammung die Folge. Rohrbrüche, Kesselschäden oder andere Schadensfälle können auftreten, wenn die Heizung nicht vor Korrosion geschützt wird.

Mit dem Konzept von elector ist die Sanierung verschlammter Heizungen eine einfache und sichere Sache.

Machen Sie einen Test mit Ihrem Heizungswasser

Werden Heizkreise nicht warm, haben Radiatoren kalte und warme Flächen? Ist das Heizungswasser nicht klar? Ist das Heizungswasser schwarz, braun oder rot? Riecht das Heizungswasser merkwürdig? Wenn Sie eine oder mehrere dieser Fragen mit "Ja" beantworten können, rostet Ihre Heizung von innen. Der Rost in der Heizung wird wahrscheinlich der Grund sein, warum Ihre Heizung nicht richtig warm wird.

Die Analyse Ihres Heizungswassers gibt Gewissheit

Übersenden Sie uns einfach ca. 0,5 Liter Ihres Heizungswassers und 0,5 Liter des Heizungsfüllwassers zusammen mit dem Anforderungsformular, dass auch eine Anleitung zum korrekten Entnehmen und Abfüllen einer Heizungswasserprobe enthält. Wir erstellen eine Analyse des Heizungswasser nach bestimmten Kriterien und können darüber die Schwere der Korrosion und im Normalfall die Ursache der Korrosion in der Heizung feststellen. Weiterhin unterbreiten wir einen Vorschlag, welcher Weg der Heizungssanierung eingeschlagen werden sollte und was zum Korrosionsschutz notwendig ist.
Bitte sprechen Sie die Einsendung von Wasseranalysen vorher mit uns ab.

Spülung der Heizung

Die Spülung der Heizung ist dann sinnvoll, wenn die Anlage sehr stark verschlammt ist und schnell ein Ergebnis erzielt werden soll. Die Heizung sollte auch dann gespült werden, wenn nachweislich Chemikalien in der Anlage sind, die eine Korrosion begünstigen. Vorteil der Spülung ist, dass die Wärmeübertragung schnell wieder hergestellt wird. Nachteil ist, dass die Spülung der Heizung relativ aufwändig und somit kostspielig ist. Außerdem gelangt durch die Spülung viel neuer Sauerstoff in die Heizung, was unter Umständen die erneute Korrosion beschleunigen kann. Bei der Spülung der Heizung ist unser umweltfreundliches Reinigungsmittel OXILIN-P20 eine gute Hilfe. Es löst Verschlammungen und macht diese schwimmfähig, sodass grobe Rostschlämme einfach ausgespült werden können. Unser Spülgerät SA-1 arbeitet mit einem Druckluft-Impuls-Wassergemisch. Dadurch können Verschlammungen in der Heizung gut gelöst und ausgespült werden. Durch eine Umschaltfunktion der Spülrichtung wird ein Verdichten der Verschlammungen vermieden.

In-Betrieb Sanierung

Eine Alternative zur Spülung der gesamten Heizung kann die Installation eines Feinfilters in der Anlage sein. Der Feinfilter wird in einem Nebenanschluss an die Anlage so angeschlossen, dass kontinuierlich Teilmengen des Anlagenwassers über diesen Filter gepumpt werden. Durch das Feinfilterelement werden zirkulierende Partikel bis zu einer Größe von <1 µm zuverlässig aus dem Wasser filtriert. Das gereinigte Wasser fließt in die Anlage zurück, wo es sich mit dem normalen Heizungswasser vermischt und dieses verdünnt. So wird das Heizungswasser Stück für Stück von Verunreinigungen befreit. Zur Optimierung des Ergebnisses kann das Reinigungs- und Dispergiermittel OXILIN-P20 dem Heizungswasser zudosiert werden. Dadurch werden Verschlammungen mobilisiert und gelangen zu dem Feinfilter. Heizkreise mit festsitzenden Verschlammungen und hydraulischen Problemen müssen eventuell zusätzlich gespült werden. Nach der Feinfiltration sollte das Heizungswasser ausgetauscht werden um erneuter Korrosion vorzubeugen.

Einbau eines elector-Reaktionsbehälters zur selbsttätigen Anlagenreinigung

Wenn die Spülung der Anlage nicht notwendig ist, können Verschlammungen zum Teil auch über ein elector-Reaktionsbehälter entfernt werden. In manchen Fällen sollte jedoch das bestehende Heizungswasser mit vollentsalztem Wasser verdrängt werden. Zur Heizungsreinigung wird ein elector-Korrosionsschutzgerät in einem Bypass in die Heizung installiert (z.B. ein elector S10-B oder M25). Durch die elektrochemische Wasserbehandlung wird das Wasser derart aufbereitet, dass Verschlammungen im System teilweise schwimmfähig werden und vom Heizungswasser mitgetragen werden können. Der elector in Bypassinstallation ist so konstruiert, dass diese Verschlammungen dort aussedimentieren. So wird die Heizung Stück für Stück frei von Rostschlämmen. Diese Form der Sanierung benötigt Zeit und Bedarf einer konstanten Umwälzung des Heizungswassers, auch außerhalb der Heizsaison. Erfahrungsgemäß kann es bis zu einem Jahr dauern, bis die Heizung auf diese Art und Weise frei von Rostschlämmen ist. In dieser Zeit muss das elector-Korrosionsschutzgerät in regelmäßigen Abständen abgeschlämmt werden und das Spülwasser mit frischem Wasser ergänzt werden. Das ist einfach und kann mit ein wenig handwerklichem Geschick selbst durchgeführt werden. Nach Beendigung der Sanierung muss das Heizungswasser nicht mehr ständig umgewälzt werden, es kann in den normalen Pumpenzyklus zurückgekehrt werden.

Die Korrosionsschutzfunktion der elector-Korrosionsschutzgeräte

Sollte die Anlage gespült oder mit der In-Betrieb-Filtration gereinigt worden sein, sollte ein Korrosionsschutz und Schutz vor erneuter Verschlammung der Heizung erfolgen. Bei vorheriger Spülung kann bei Anlagen bis 1,5 m3 Anlageninhalt ein elector XS5 oder S10-V im Vollstrom -Rücklauf oder Vorlauf- der Anlage eingebaut werden. Sollte die Anlage nicht gespült worden sein, ist die Installation im Bypass empfehlenswerter. Im elector wird das Wasser auf elektrochemischen Weg behandelt. Die Folge ist eine Sauerstoffzehrung, ein optimaler pH-Wert >8,3, eine reduzierte Leitfähigkeit und eine stabile Wasserumgebung, bei der Metalle vor weiterer Korrosion geschützt sind. Ein elector-Korrosionsschutzgerät schützt die Anlage vor erneuter Korrosion und vor Verschlammung.

Aufbereitung des Füll- bzw. Nachspeisewassers

In vielen Regionen ist das Trinkwasser zwar zum Trinken geeignet, jedoch nicht für den Betrieb einer Heizungsanlage. Bei hohen Härtegraden kann ein hoher Kalkgehalt zu Schäden in der Heizung führen. Hohe Härtegrade gehen auch mit einer hohen Leitfähigkeit des Heizungswassers einher, wodurch Korrosionen begünstigt werden. In solchen Fällen ist eine Entsalzung des Heizungsfüllwassers empfehlenswert. Im Gegensatz zu enthärtetem Wasser, auch Weichwasser (nicht zu verwechseln mit natürlichem weichem Wasser) genannt, werden durch die Entsalzung nicht nur Kalkschäden vermieden. Durch die Entsalzung des Füllwassers der Heizung wird auch die Leitfähigkeit des Wassers gesenkt, wodurch das Korrosionsrisiko gemindert wird. elector bietet eine Reihe an Produkten für die  Heizungswasserentsalzung.

Regelmäßige Kontrolle

Zur Sicherstellung der Korrosionsschutzfunktion müssen die elector-Reaktionsbehälter einmal pro Jahr gewartet werden. Hierzu wird das Wasser aus dem elector abgelassen und die eingebaute Magnesiumelektrode geprüft. Ist diese verbraucht, muss sie ausgetauscht werden. Damit ist die Kontrolle beendet und der sichere Schutz vor Verschlammung der Heizung gewährleistet. Wer ganz sicher sein möchte, kann sein Heizungswasser zur Nachkontrolle auch durch uns analysieren lassen oder sich ein Messkoffer zur Heizungswasseranalyse anschaffen.