Wasseranalyse
In unserem Labor führen wir Analysen von Heizungswasser durch. Basierend auf den Ergebnissen und Anforderungen, welche die meisten Komponentenhersteller und normgebenden Institute an die Heizwasserqualität stellen, können wir durch unseren hohen Erfahrungsschatz aus der Praxis Empfehlungen für eine optimale Wasserbehandlung aussprechen.
Die häufigsten Kriterien für eine Wasseranalyse:
Rückstände: Idealerweise ist Systemwasser frei von Rückständen. Die Korrosionsprodukte Magnetit (schwarz) und Rost weisen auf Korrosionsvorgänge hin und können selbst auch Schäden verursachen (Verschlammung, Erosion).
pH-Wert: Die pH-Wert-Bestimmung im Heizungswasser ist ein wichtiger Faktor. Für Wasser mit einem pH-Wert von kleiner als 7 gilt die Bezeichnung "sauer" und für Werte 7 - 14 "basisch". Heizungswasser muss im basischen Bereich liegen und gilt als nicht korrosionsbegünstigend im Bereich von min. pH 8,3 bis ca. pH 9,5. Aluminiumbauteile können in Zusammenhang mit ungünstigen Strömungsverhältnissen bei zu hohen pH-Werten zu Erosionsschäden neigen.
Sauerstoffgehalt: Füllwasser weist Werte von 5 bis 10 mg/l auf. Der anzustrebende Wert für das Systemwasser liegt bei oder unter 0,1 mg/l. Eine Sauerstoffmessung ist in der Praxis jedoch aufwendig. Deshalb wird meist auf die übrigen Parameter abgestützt.
El. Leitfähigkeit ms/cm: Es ist ein möglichst geringer Wert anzustreben. Ein Wert von weniger als 1/3 des Leitwertes des Füllwassers gilt als gut. Eine hohe el. Leitfähigkeit wirkt korrosionsfördernd (Elektrolyt). Absolut betrachtet gilt ein Wasser von mehr als 500 µS/cm systemgefährdend (SWKI Richtlinie 97-1). Chemische Inhibitoren erhöhen die Leitfähigkeit. Ein Leitwert von über 1'000 µS/cm gilt nach heutiger Auffassung aber auch unter Einsatz von Inhibitoren als systemgefährdend.
Eisengehalt: Es darf praktisch kein Eisengehalt nachgewiesen werden. Gelöstes Eisen ist der direkte Indikator für aktuelle Korrosionserscheinungen im Heizsystem.
Härtegrad: Der Härtegrad des Systemwassers sollte analog der Leitfähigkeit etwa 1/3 oder weniger des Speisewassers betragen. Ein hoher Härtegrad in Heizungsanlagen weist auf eine mögliche Frischwasserzuspeisung oder ein durch Inhibitoren gestörtes Gleichgewicht hin. Anlagen mit größerem Wasserinhalt sollten wenn möglich mit vollentsalztem Wasser befüllt werden.
Die Heizwasseranalyse stellt einen zentralen Teil eines Fachgutachtens dar und soll vor Fehlinvestitionen schützen. Sie dient in der Regel zur:
- Bedarfsabklärung von Korrosionsschutzmassnahmen
- Bedarfsabklärung von einer Systemreinigung
- Nachkontrolle einer Systemreinigung
- Nachkontrolle von Korrosionsschutzmassnahmen
Bei der elector-Heizwasseranalyse wird das Wasser aus der Heizung sowie das Nachspeisewasser auf folgende Parameter untersucht:
- Rückstände
- Farbe
- Geruch
- Chloridgehalt
- Zink
- Kupfer
- Eisen
- ggf. Mangan
- ggf. Aluminium
- pH-Wert
- Leitfähigkeit
- Gesamthärte
- (wenn notwendig, kann vor Ort auch eine Messung des gelösten Sauerstoffs vorgenommen werden)
Durch diese Werte lassen sich Aussagen über Korrosionsursachen und die Art von Korrosionsvorgängen in der Heizungsanlage treffen. Im Rahmen der Heizwasseranalyse werden von elector jedoch nicht nur die Werte der Auswertung übermittel, der Kunde erhält auch eine Handlungsempfehlung, die sich auf Erfahrungswerte und Vorgaben normgebender Stellen stützt.
Wenn Sie uns eine Wasserprobe zur Analyse übersenden möchten, laden Sie sich bitte das Formular zur Anforderung von Wasseranalysen herunter und berücksichtigen Sie die Hinweise zur Entnahme von Wasserproben.